Wir haben ursprünglich bei unserem aktuellen Pool mit "normalem" Wasser - also Süßwasser - angefangen, wussten jedoch schon bei der Planung, dass wir später auf Salzwasser umsteigen wollen. Das ist wichtig, da man beachten sollte, dass alle Metallteile salzwassertauglich sind. Also haben wir uns gleich für eine V4A-Leiter entschieden anstatt für eine V2A. Alternativ hätten wir später eine Opferanode anbringen und warten müssen. Unsere Markenpumpe aus dem Hause Speck ist, wie die meisten modernen Markenpumpen, gut salzwassertauglich.

 

An die Desinfektionsart haben wir uns ganz bewusst Schritt für Schritt herangetastet.

 

1. Das heißt, zunächst benutzten wir - wie fast jeder Poolneuling - ganz herkömmliches organisches Chlorgranulat. Der Umgang damit war schnell erlernt, denn es ist ja recht einfach zu händeln und stabil. Die Stabilität hat allerdings auch einen Nachteil, denn der Stabilisator - die Cyanursäure - bindet einen Teil des Chlors und dieser Teil kann nicht wirken. Cyanursäure ist nicht abbaubar, nur durch regelmäßige und großzügige Teilwasserwechsel in den Griff zu bekommen.

 

2. Also haben wir das schnell gelassen und sind auf anorganisches Chlor umgestiegen, zunächst auf Granulat. Dieses Granulat bringt keinen Stabi mit, wird also schneller abgebaut. Es könnte jedoch bei kalkhaltigem Wasser zu Problemen führen, da es eben Calciumhypochlorit ist (Kalk).

 

3. Nachdem wir ziemlich sicher wussten, wann und wie nachdosiert werden muss, sind wir auf flüssiges anorganisches Chlor umgestiegen. Dieses Natriumhypochlorit ist vergleichbar mit der Salzelektrolyse.

 

4. Ab der zweiten Saison - 7 Jahre haben wir nun unseren Pool mittels Salzelektrolyse desinfiziert. Nie wieder wollen wir etwas anderes! Meine Neurodermitis ist während der Saison kaum spür-/sichtbar, die Allergien in der Familie bessern sich während der Badetage extrem. Das Hautgefühl nach dem Baden ist toll, nichts spannt oder brennt gar.

 

Freilich kann man Salzwasser schnell haben: man nehme Wasser und Kochsalz (25kg ca. 10 Eur) – fertig! Wenn man dann aber nicht mehr manuell chloren will, baut man sich eine Salzelektrolyseanlage ein. Wir haben für unsere 21m³ Wasser die Anlage https://www.shop28.de/reinigungpoolpflege/salzelektrolyse/salzelektrolysegeraet-marlos-ssc15e-bis-50-m3?c=38 (oder auch hier: https://www.liquipipe.de/p/salzelektrolyse-0182232.html ), aber mit integrierter Zeitschaltuhr (bekommt man seltener). Diese ist völlig ausreichend, läuft am Tag maximal 3 Stunden, zumeist nur 1,5. So desinfizieren wir auf Knopfdruck. Das Ganze kann man natürlich auch automatisieren, hielten wir bisher aber nicht für notwendig.

 

Dann zitiere ich mal gern noch (https://www.poolexperte.com/wissen/salzelektrolyse-oder-chlor.html):

 

Ganz ohne einen Geruch und das umständliche Befüllen mit Tabs, Granulat, Flüssigchlor etc. kommen Salzelektrolyse-Anlagen aus. Das Poolsalz besteht aus gereinigtem Kochsalz (NaCl). Durch einen elektronisch gesteuerten Elektrolysevorgang innerhalb der Systemeinheit spaltete sich das Salz in die Bestandteile Natron und Hypochloridgas auf. Dieses Chloridgas reagiert mit den Bakterien und Mikroorganismen.

 

 

Die Abfallprodukte dieser chemischen Reaktion verbinden sich nach einem bestimmten Zeitraum durch UV-Einwirkung  mit dem vorher frei gewordenen Natron wieder zu Salz. Ein geschlossener Kreislauf entsteht. Bei einem ausreichenden Salzgehalt von 0,3 bis 0,5% ahmt der Pool die natürlichen Vorgänge der Weltmeere nach. Das entspricht 10% der Salzkonzentration in der Nordsee oder soviel, wie die Tränenflüssigkeit des Auges.